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Hunderassen

Hier stellen wir regelmäßig Hunderassen vor. Gerne nehmen wir Ihre Vorschläge oder Texte und Bilder für die Rubrik entgegen!
 
Labrador Retriever
Alaskan Husky
Golden Retriever
Chihuahua
Riesenschnauzer
Pudel
Rottweiler
 

Labrador Retriever

 

 

Herkunft und Geschichte:

 

Ursprünglich stammt diese Hunderasse aus Kanada, genauer gesagt Neufundland. Vor ca. 500 Jahren segelten Fischer zur kanadischen Ostküste, um vor der Halbinsel Avalon bei St. John’s auf Fischfang zu gehen. An Bord hatten sie schwarze schwimmbegeisterte Hunde mit dichtem Fell. Diese waren dafür zuständig abgetriebene Fische und Fischernetze aus dem Meer zu apportieren. Als sich Anfang des 16. Jahrhunderts die Fischer entlang der Küste Neufundlands niederließen und neben dem Fischfang nun auch Federwildjagd betrieben, nutzen sie die Apportierfähigkeit ihrer Wasserhunde und züchteten diese Eigenschaft weiter. So entstand der gemeinsame Urahne aller Retriever der St. John’s Hund.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts brachten die Fischer ihn nach England mit, wo man ihm, von seinem Herkunftsort her, den Namen Labrador gab. Die Bezeichnung „Labrador Retriever“ wird zuerst 1870 benutzt, wobei sich retrieve auf seine ausgeprägten Apportieranlagen bei der Jagd bezieht. In Großbritannien fand dann die züchterische Weiterentwicklung des wasserfreudigen Hundes statt u. a. durch den zweiten Earl Malmesburv. Man geht davon aus, dass alle heutigen Labradors auf den Hund Avon, geboren 1885, zurückgehen.

Der englische Kennel Club hat am 07. Juli 1903 den Labrador als eigenständige Hunderasse anerkannt und durch große Erfolge bei Ausstellungen wurde die Rasse rasch populär. Heute gibt es zwei Zuchtlinien, die Showlinie für Ausstellungen und die Arbeitslinie mit einem leichteren Erscheinungsbild.

 

Beschreibung:

 

Der kräftig gebaute, gut bemuskelte Labrador ist mittelgroß und von kompakter Statur. Er besitzt einen breiten Kopf mit mittelgroßen Hängeohren, die weit hinten angesetzt sind und dicht am Schädel getragen werden. Der breite Fang ist von mittlerer Länge und dient dazu die Beute bequem zu tragen. Sein Brustkorb ist tief und breit und gibt der Rasse somit den notwendigen Auftrieb im Wasser. Die Rasse ist in drei Farben vertreten schwarz, gelb oder chocolate, wobei gelb von hellcreme bis fuchsrot reichen kann und chocolate von hellbraun bis dunkelbraun. Das kurze, einfarbige Fell besitzt eine dichte, wetterbeständige Unterwolle. Auf der Brust darf sich ein kleiner weißer Fleck befinden. Die sog. Otterrute, welche in Höhe der Rückenlinie ansetzt und sich zur Spitze verjüngt, ist rassetypisch für die Retrieverart.

 

Größe:                                   Rüde    56 – 57 cm    

                                             Hündin   54 – 56 cm

 

Gewicht:                                  25 – 34 kg

 

Rassestandard

FCI Gruppe 8: Apportier-, Stöber- und Wasserhunde

 

Wesen (Verhalten/Charakter):
 
Der freundliche, aufgeschlossene und neugierige Hund zeichnet sich durch seinen ausgeprägten Willen zu gefallen (engl. „will top lease“) aus. Unangebrachte Scheu oder Aggression sind dem Labrador fremd. Aufgrund seiner langjährigen jagdlichen Nutzung ist er ein geduldiger und ausgeglichener Hund. Die Liebe zum Wasser und zum Apportieren ist dem Labrador geblieben
Ein Muss für jeden Labrador ist Arbeit und Bewegung, denn trotz seiner ruhigen Art benötigt er viel geistige und körperliche Beschäftigung. Wenn man seinen spezifischen Ansprüchen gerecht wird, dann ist er relativ leicht zu erziehen und auszubilden. Voraussetzung ist jedoch eine frühzeitige und konsequente Erziehung im Umgang mit diesem Energiebündel.

Ebenfalls ein Grund für seinen großen Erfolg und seine weltweite Verbreitung ist neben

einer ausgeprägten Spielfreude sein auffallend friedfertiges und sicheres Wesen. Seine

hohe Anpassungsfähigkeit lässt den Hund mit verschiedensten Anforderungen

zurechtkommen.

 

Rasseproblematik:

 

Gerade junge Labradore sind echte „workaholics“, die, bei Unterforderung oder nicht angemessener Beschäftigung, unangenehme Verhaltensweisen an den Tag legen können. Als Jagdhund ist er immer daran interessiert potentielle Beutetiere aufzuspüren oder nach Liebelein Ausschau zu halten, da können gerade junge Rüden gerne mal ausbüxen und auf Tour gehen.

 

Krankheiten:

Weit verbreitet ist auch bei dieser Rasse die Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie. Hinzu kommen verschiedene Augenkrankheiten, wie z. B. progressive Retinaatrophie, Katarakte und die Retinadysplasie sowie Epilepsie und erbliche Muskelerkrankungen. Die Fibrinoide Leukodystrophie ist eine erbliche Erkrankung des Rückenmarks mit Lähmung und Bewegungsstörungen und neben der Axonopathie (Degeneration der weißen Substanz) nicht behandelbar.

 

Verwendung:

 

Der Labrador wird heutzutage aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften vielfältig eingesetzt. Neben Blindenführ- oder Behindertbegleithund findet er Verwendung als Rettungs-, Drogenspür- oder Therapiehund. Er ist aber aufgrund seiner Begeisterungsfähigkeit auch fürs Gehorsamstraining zum Begleithund oder für den Wettkampf (z. B. Obedience) sowie die Fährtensuche und natürlich für den jagdlichen Einsatz bestens geeignet.

 
 
 
Neben Samson hat auch unser Bandit den größten Spaß beim Obedience-Training, wie man hier sehen kann. Er ist zwar manchmal etwas hippelig und aufgeregt, aber das liegt an der überschwenglichen Freude für alles und jeden.
 
 

Alaskan Husky

 
 
 

Herkunft und Geschichte:

 

Wie der Name schon sagt, stammt der Alaskan Husky aus Alaska. Anfang des 20. Jahrhunderts begann man die einheimischen Hunde (auch „Indianerhunde“ genannt) mit den Polarhunden (z. B. Siberian Husky) zu kreuzen. Man wollte so den perfekten Schlittenhund zur Fortbewegung erhalten. Die Hunde dienten verschiedenen Volksstämmen als Lasten- und Zugtiere für ihre ausgedehnten Jagdreisen in der ewigen Weite der arktischen Regionen. Um die Hunde noch gezielter an die Anforderungen der Rennen anzupassen, wurde in die Zucht noch der Jagdhund und Windhund mit eingebracht. 

 

Anfang der 60er Jahre kam dann der Schlittenhundesport in Mitteleuropa auf. Aufgrund seiner unterschiedlichen Zuchtlinien wurde der Alaskan Husky jedoch nicht für diese Rennen zugelassen. Erst Ende der siebziger Jahre fasste der Alaskan Husky Fuß gegen den erbitterten Widerstand einiger fanatischer Verfechter der reinrassigen Schlittenhunde.

 

Beschreibung:

 

Die athletische Rasse kommt in vielen verschiedenen Farben vor. Die Färbung reicht von weiß über rot und grau bis schwarz. Das Fell besteht aus zwei Schichten und ist somit optimal an die kalten Regionen angepasst. Die feine Unterwolle, die durch Bewegungsreibung wärmt, wird ein- bis zweimal im Jahr gewechselt und ist weiß bis schwach gefärbt. Das Deckhaar ist besonders wasserabweisend und hält somit die Wärme im Körper fest. Die harten Pfoten sind extra zäh und somit ideal gegen Kälte.

 

Größe:                                     51 – 60 cm

 

Gewicht:                                  16 – 28 kg

 

 

Eine Ausnahme ist die Augenfarbe der Hunde, diese kann blau, braun oder verschiedenfarbig sein.

 

Rassestandard

Leider noch nicht von der FCI anerkannt

 

Wesen (Verhalten/Charakter):

 

Der Alaskan Husky zeichnet sich durch seinen unbändigen, ausdauernden Willen zum Laufen aus.

Da schon früher die verschiedenen

Volksstämme ihre Kinder und die Husky-Welpen gemeinsam im Haus aufzogen, ist er aber auch ein familien- und kinderfreundlicher Hund. Nicht genutzt werden kann er aber als qualifizierter Wachhund, da er eine sanfte und anhängliche Art besitzt, die keinesfalls aggressiv ist.

 

Er ist aufgrund der Einkreuzung von Wind- und Jagdhunden besonders verträglich mit anderen Hunden. Nachteil ist aber auch, dass beim Anblick einer möglichen Beute, z. B. Gänse, Hühner und Katzen der Jagdtrieb durchkommt und er sich nicht mehr zurückhalten lässt.

 

 

Rasseproblematik:

 

Wie oben bereits erwähnt, besitzt er den Hang zum Jagen und sollte deshalb nie ohne Leine geführt werden. Aufgrund seiner Intelligenz gilt es auch sich mit dem Hund viel zu beschäftigen, da ansonsten Wesensstörungen auftreten können. Er bellt zwar recht selten, schließt sich aber gerne einem "Gemeinschaftsheulen" an, das sehr an die Wölfe erinnert.

 

Krankheiten:

Weit verbreitet sind bei dieser Rasse Augenkrankheiten, wie z. B. jugendliche Katarakte, Hornhautdystrophie oder PRA (progressive Retina-Atrophie). Auch können sie unter Magen-Darm-Erkrankungen, Bronchitis oder bronchopulmonalen Erkrankungen leiden.

 

Verwendung:

 

Der Alaskan Husky dient immer noch als Schlittenhund, wird heutzutage aber auch als Begleit- und Familienhund eingesetzt.

 

 
 

Ein Vertreter dieser Rasse ist unser Rico. Der weiß allerdings manchmal nicht, dass er eigentlich aus Alaska kommt, da er am liebsten vor dem warmen Kaminofen seiner Besitzer liegt.  

 
 

Golden Retriever

 

 

Herkunft und Geschichte:

 

Der Golden Retriever verdankt seiner Entstehung Sir Dudley Marjoribanks, 1. Baron Tweedmouth. Dieser paarte im Jahre 1864 einen gelben Retriever mit welligem Fell (namens „Nous“) mit einem heute ausgestorbenen Tweed Water Spaniel (namens „Belle“). Laut seinen Zuchtbüchern kreuzte er in den darauffolgenden Jahren noch ein oder zwei Labradors, einen roten Setter, weitere Wavy-Coated-Retriever  und eventuell auch einen Bluthund mit ein. 1908 wurde die Rasse erstmals ausgestellt mit Namen goldfarbene Flat-Coated Retriever. 1920 erhielt sie ihren bis heute gültigen Namen und es wurde der Club für Golden Retriever gegründet.

 

Von 1913 bis 1980 wurde der „Golden“ immer berühmter und verbreitete sich rasch in der Welt. In den 90er Jahren setzte ein regelrechter Boom ein durch häufige Auftritte in Fernsehwerbungen und Spielfilmen.

 

Beschreibung:

 

Der harmonisch gebaute, gut proportionierte, mittelgroße Hund besitzt eine kräftige, trockene Muskulatur und einen gut entwickelten Knochenbau. Durch seinen wohlgeformten Schädel mit ausgeprägtem Stop und dunklen Augen wird ihm ein liebenswerter, sanfter Ausdruck verliehen. Zudem sind die Augenlider und der Nasenschwamm gut pigmentiert, was ihn noch freundlicher erscheinen lässt. Bei einer ganzen Reihe von Hunden färbt sich die Nase im Winter etwas heller.  Die mittelgroßen Ohren sind in Augenhöhe angesetzt und fallen bis zur Höhe des Mundwinkels. Charakteristisch ist auch sein stark entwickeltes, vollständiges Scherengebiss.

 

Größe:             Rüden              56 – 61 cm

                      Hündin             51 – 56 cm

 

Gewicht:                                30 – 40 kg

 

Das Deckhaar ist mittellang, glatt oder wellig (nicht gelockt) in den Farben gold oder creme. Die Rasse besitzt eine dichte, wasserabweisende Unterwolle.

Besonders die Vorderläufe, die Unterseite des Schwanzes sowie der Brust- und Bauchbereich sind mit besonders langem Haar versehen.

 

 

Rassestandard

FCI-Standard Nr. 111

 

Wesen (Verhalten/Charakter):

 

Der intelligente, freundliche Hund besitzt ein ausgeglichenes Wesen und ist durch eine gute Verträglichkeit mit fremden Menschen und ganz besonders Kindern bekannt. Er gilt als ruhig, geduldig und aufmerksam, aber keinesfalls aggressiv. Mit viel Einfühlungsvermögen sowie der nötigen Konsequenz lässt sich der Retriever, der sich durch eine ausgesprochene Menschenfixiertheit auszeichnet, zu einer verglichen mit anderen Rassen kaum erreichbaren Leichtführigkeit ausbilden.

 

Der bewegungsfreudige Hund hat einen ausgesprochenen „will to please“ Charakter, was den Betrachter zu der Annahme verleiten lässt, dass es für den Hund das größte Glück sei, seinem Menschen zu gefallen. Einer seiner größten Leidenschaften ist das Wasser, keine Pfütze ist ihm zu schmutzig.

 

 

 

 

Rasseproblematik:

Wird die Rasse nicht richtig ausgebildet, siegt der angeborene Jagdtrieb und der Hund stöbert allem nach was sich bewegt. Durch seine Sensibilität und große Menschenbezogenheit braucht er einen ebenfalls „in sich ruhenden“ Hundeführer. Daher ist er auch für die Zwingerhaltung ungeeignet, hier würde er nur leiden und Verhaltensstörungen wären vorprogrammiert. Seine hohe Intelligenz muss immer wieder gefordert werden, z. B. durch kleine Apportierübungen oder Suchspiele.

 

Krankheiten:

Überdurchschnittlich häufig treten Ellenbogen-, Hüftgelenk- und Netzhautdysplasien auf sowie Epilepsie und X-chromosomale Muskeldystrophie.

 

 

 

 

Verwendung:

Den ursprünglich als Jagdhund gezüchteten „Golden“ setzt man heute vor allem als Behindertenbegleithund ein, z. B. als Blindenführhund, Assistenzhund oder Gehörlosenhund, aber auch als Rettungshund und als Rauschgift- und Sprengstoffspürhund.

 

 

 

 

Die Rasse ist aber auch hervorragend als Begleit- oder Familienhund geeignet, wie man an Enno und Duka sehen kann.

 
 
 

Chihuahua

 

 

  

Herkunft und Geschichte:

 

Woher der Chihuahua genau stammt, ist nicht sicher nachgewiesen. Man nimmt an, dass die kleinste Hunderasse der Welt aus Mexiko herkommt und zwar aus der kleinen Provinz Chihuahua. Dort gibt es bis heute kleine wildlebende Hunde, auf welche die Rasse zurückzuführen ist.

 

Andere Quellen wiederum besagen, dass bereits die Azteken im 8. Jahrhundert Chihuahuas besaßen und annahmen, dass sie die Führer der toten Seelen ins Jenseits sind. Daher wurde die Rasse bei Beerdigungen oft mitgeopfert.

 

Bei den mexikanischen Indianern hingegen war er eine essbare Köstlichkeit. Um ca. 1850 wurde der Chihuahua durch die westliche Kultur entdeckt und als kleinster Hund der Welt anerkannt.

 

 

Beschreibung:

 

Die Rasse besitzt einen rundlichen Kopf (auch Apfelkopf genannt), eine kurze, etwas spitze Nase und weit abstehende Ohren sog. Fledermausohren. Der stämmige Körper ist länger als hoch und steht auf grazilen geraden Läufen, die gut bemuskelt sind. Der Chihuahua trägt seine mäßiglange Rute über den Rücken gebogen.

 

Zudem wird der Hund in zwei Körper- und Haarvarianten unterteilt:

 

 

    Körper:

 

    Coby Typ - etwas gedrungenere Chihuahua

    Derry Typ - gilt als ursprünglicher Typ mit längeren Beinen

 

    Haare:

    

    Langhaarige Chihuahuas – charakteristisch ist ein weiches, glattes  

    oder leicht gewelltes Haar besonders ausgeprägt am Hals, befranste

    Ohren und eine voll behaarte Rute.

 

 

Kurzhaarige Chihuahuas – charakteristisch ist ein geschmeidig am Kopf und Körper anliegendes dichtes, weiches und glänzendes Haar.

 

 

 

 

Es gibt die Rasse in allen Farbvarianten: rein weiß, weißlich mit cremefarbenen Abzeichen, dreifarbig (Tricolor) und rein schwarz. Vorsicht ist bei den Farbvarianten Blau und Merle-Schattiert geboten, da bei diesen häufig bestimmte Krankheiten oder Missbildungen vorhanden sind.

 

Der Chihuahua hat ein Idealgewicht zwischen 1,5 und 3 kg, Hunde zwischen 500 g und 1,5 kg werden gerade noch akzeptiert. Leider gibt es aber Züchter, die Hunde unter 500 g zur Zucht verwenden, bei diesen kann es aber in deutlich erhöhtem Maße zu gesundheitlichen Problemen kommen.

 

 

Rassestandard

FCI-Standard Nr. 218

 

  

Wesen (Verhalten/Charakter):

Der Chihuahua wird als anhänglich, verschmust, lebhaft, temperamentvoll, neugierig und aufmerksam beschrieben. Zudem soll er eine hohe Intelligenz besitzen und ausgesprochen mutig sein. Da die Rasse ein ausgeprägtes Rudelverhalten besitzt, ist es ratsam, mehrere Chihuahuas zu halten.

 

Rasseproblematik:

Bei nicht genug Auslastung neigt der Kleine zum Kläffen und spielt auch gerne mal den Wachhund. Da die Rasse ausgesprochen hellhörig ist, weiß sie schon vor dem Menschen wenn was los ist.

 

Krankheiten:

Durch die überproportional großen Augen und die kurze Schnauze kommt es vermehrt zu Augen-, Atem- und Zahnproblemen.

 

Verwendung:

Der Chihuahua wird heute als Schoßhund (à la Paris Hilton), als Familienhund oder als Begleithund eingesetzt.

 

 

 

 

Drei hervorragende Chihuahuas gibt es bei uns in der Hundeschule zu sehen und vielleicht schon bald bei ihrer ersten Begleithundeprüfung.

 
 

 

Riesenschnauzer

 

 

 

Herkunft und Geschichte:

 

Der größte der drei Schnauzerschläge ist der Riesenschnauzer.

 

In seiner Heimat im süddeutschen Raum und der Schweiz wurde der Riesenschnauzer ursprünglich als Hirten- und Wachhund eingesetzt und zum Schutz vor feindlichen Angriffen. Im Volksmund nannte man ihn „Münchener Schnauzer“, „Bierschnauzer“ oder „rußigen (schwarzen) Bärenschnauzer“.

 
Aufgrund der quadratischen Körperform und dem drahtigen und straffen Schnauzerhaar, gleicht er rein äußerlich den kleineren Schnauzern, jedoch gehörten die meisten seiner Vorfahren einer Treibhundform an, die sehr urtümlich war.

 

Im Jahre 1909 wurde der Riesenschnauzer das erste Mal in München ausgestellt und im Jahre 1910 folgte dann die Geburtsstunde des neuzeitlichen Riesenschnauzers. 1923 wurden erste Rassekennzeichen festgelegt, die Vorgaben für ein klares Zuchtziel waren. Der eigentliche Aufschwung der Rasse begann 1925 als der Riesenschnauzer offiziell als Diensthund anerkannt wurde.

 
Beschreibung:

 

Den Riesenschnauzer beschreibt man als großen, harmonisch gebauten, rauhaarigen Hund mit typischen Kennzeichen am Fang. Er ist kraftvoll, gedrungen, robust und muskulös, wirkt dabei aber nicht plump.

 

Größe:            Rüden     65 – 70 cm

                Hündin   60 – 65 cm

 

Gewicht:             ca. 35 – 50 kg

 
Der gestreckte Kopf wird charakterisiert durch einen nicht zu weichen Bart, buschigen Brauen und einer kräftigen Schnauze. Bart und Lefzen sind anliegend und die Ohren
werden aufrecht getragen. Der Rücken ist möglichst gerade, nicht zu breit und kurz. Die Brust wirkt dabei breit und tief. Die Rute wird aufrecht getragen.
Wie bereits oben erwähnt ist das Fell des Riesenschnauzers in seinen Eigenschaften hart und drahtig. Es gibt ihn in zwei Farbvarianten, einmal in der Farbe Schwarz
oder Pfeffer-Salz. Bei der Pflege ist darauf zu achten, dass das Fell regelmäßig getrimmt und gebürstet wird. Richtig gepflegt, verliert der Hund nämlich weniger Haare.

 

Rassestandard
FCI-Standard Nr. 181
 
 
Wesen (Verhalten/Charakter):

 

Der Riesenschnauzer ist bekannt für sein angenehmes Wesen. Denn trotz seines Temperaments und seines unerschrockenem Draufgängertums besitzt er Ruhe und Besonnenheit. Er zeichnet sich zudem durch großen Lerneifer, Schnelligkeit und Ausdauer aus sowie Widerstandkraft gegenüber Witterungseinflüssen, diese Eigenschaft macht ihn zu einem zähen und harten Gebrauchshund. Von seinen Treibhundvätern hat er seine Treue zu den Menschen und seine Ausdauer vererbt bekommen.

 

Rasseproblematik:

 

Die Rasse neigt dazu die Rolle des Wachhundes sehr ernst zu nehmen und da ihm der Unterschied zwischen Freund und Feind manchmal schwer fällt, ist es unbedingt ratsam den Junghund beizeiten zu erziehen. Aber nicht nur in diesem Zusammenhang ist es wichtig den Junghund zu erziehen, auch wegen seines vorhandenen Jagdtriebs ist ein frühzeitiger Grundgehorsam von Nöten.

 
 
 
Krankheiten:

Wie bei allen großen Hunderassen neigt auch der Riesenschnauzer zur Hüftdysplasie. Der Prozentsatz der Hunde soll jedoch relativ klein sein.

 

Verwendung:

Der Riesenschnauzer ist aufgrund seines wertvollen Charakters universell einsetzbar, z. B. als Familien-, Begleit-, Sport-, Gebrauchs- und Diensthund.

 

En besonders netter Vertreter der Rasse, der sich besonders durch seine gute Eigenschaft als Familien- und Begleithund auszeichnet, ist unser Willy (auch Wilhelm genannt).

 

Pudel




 

Herkunft und Geschichte
 

Der Pudel wurde ursprünglich zur Wasserjagd gezüchtet. Daher leitet sich auch sein Name ab, nämlich aus dem alt-deutschen puddeln, im Wasser planschen.  Ca. um 1900 wurde er zunehmend als Begleithund/Familienhund eingesetzt, da ihm nachgesagt wurde, dass er leicht führbar sei.  Somit verlor er seinen Stellenwert in der Jagd. Noch heute ist ihm aber die Freude am Apportieren geblieben.

 

Am Ende des 19. Jahrhunderts begann die Pudelzucht, anfangs gab es nur zwei Arten, den Klein- und den Großpudel (Königspudel). Im Laufe der Zeit kamen noch der Zwergpudel und der Toypudel als Rassestandards hinzu. Somit gibt es in der Zucht vier Größenvarianten vom Pudel. An Farben ist alles erlaubt, was es in der Hundewelt gibt. Herkunftsland des Pudels ist laut FCI Frankreich.

 

Beschreibung
 

Stolz und Eleganz prägen das Gangbild des Pudels, es wirkt zuweilen tänzerisch und federnd. Der Pudel ist quadratisch gebaut und besitzt einen kurzgezogenen Rücken, seine Bauchlinie ist anmutig hochgezogen. Die Rute wird gerade nach oben oder über den Rücken getragen.

 

 

Größe:                                 Großpudel          ca. 45 – 60 cm

                                               Kleinpudel          ca. 35 – 45 cm

                                               Zwergpudel        ca. 28 – 35 cm

                                               Toypudel             ca. 24 – 28 cm

 

Gewicht:                             Großpudel          ca. 20 – 30 kg

                                               Kleinpudel          ca. 15 kg

                                               Zwergpudel        ca. 6 kg

                                               Toypudel             ca. 5 kg

 
 

 

Sein Fell ist fein, wollig, dicht und gekräuselt, welches sich weich anfühlt. Der Pudel unterliegt keinem Jahrzeitenwechsel und sein Fell wächst somit fortwährend. Daher benötigt er eine regelmäßige Schur. Der Pudel besitzt eine gerade und lange Schnauze sowie lange breite Schlappohren, die dicht am Gesicht hängen. Die Augen sind schwarz oder dunkelbraun und leicht schräg gestellt. Braune Exemplare verfügen zuweilen über bernsteinfarbene Augen.

 

Diese Rassebeschreibung gilt für alle vier Pudelvarianten, da diese sich nur im Größenverhältnis unterscheiden.

 

Rassestandard

FCI-Standard Nr. 172 
Pflege
 

Da der Pudel keine Haare verliert, bedarf es einer besonderen Pflege der Rasse. Das Fell muss regelmäßig gebürstet und geschoren werden, damit es nicht verfilzt.

Auf Hundeausstellungen wird besonders viel Wert auf die korrekte Schur des Hundes gelegt. Da unser Verein eher auf die Eigenschaften der Hunderassen bedacht ist, wird hier nicht näher darauf eingegangen.

 

Wesen (Verhalten /Charakter)
 

Die Rasse wird als äußerst intelligent, lernwillig und ausbildungsfähig beschrieben. Zudem verfügt der Pudel über Eigenschaften, die ihn gerade als Familienhund attraktiv machen: verspielt, kinderlieb, lebendig und sportlich. Im Umgang mit Kindern ist der Pudel aufgeschlossen, umgänglich und unkompliziert.

 

Rasseproblematik
 

Gerade der Großpudel besitzt immer noch einen ausgeprägten Jagdtrieb, der aber durch konsequente Erziehung im Welpenalter gut zu kontrollieren ist.

Krankheiten:

Die Rasse neigt zu Hüft- und Ellenbogendysplasie (besonders der Großpudel), bei den kleineren treten indes meist Augenkrankheiten auf. Beim Zwerg- und Toypudel kommt es häufig zur sog. Patellaluxation, bei der sich die Kniescheibe verschiebt und die Hunde anfangen zu Hinken. Eine weitere Erkrankung, die vor allem beim Pudel vorkommt, äußert sich im Ausfallen der Haare. Dies wird durch Zerstörung der Talgdrüsen verursacht, welche für die Ernährung der Haare wichtig sind. Seit einiger Zeit treten auch vermehrt Herzkrankheiten auf, die Ursache hierfür ist aber noch nicht geklärt.

 

Verwendung
 

Der Pudel wird heutzutage als  Familienhund eingesetzt, fristet sein Dasein aber leider auch in verschiedenen Hundesalons, wo an ihm die neuesten Trends der Hundefrisur ausprobiert werden.

Großpudel werden heute aber auch erfolgreich als Katastrophen-, Leichensuch- und Blindenführhunde eingesetzt.

 

 

 

Wer einen Pudel wegen seiner Intelligenz und Fähigkeit kennen lernen möchte und nicht um neue Frisurentrends zu sehen, wendet sich bitte an Elvis.



Rottweiler
 

Herkunft und Geschichte

Man geht heutzutage davon aus, dass der Rottweiler seinen Ursprung in der Römerzeit hat und eine der ältesten Hunderassen überhaupt ist. Der Hund diente damals den Römern als Vieh- und Treibhund. Mehrere Jahrzehnte lang wurden dann diese Tiere auf Lebenstüchtigkeit, Treibeigenschaften, Intelligenz und Ausdauer gezüchtet. Für Metzger und Viehhändler waren sie somit unentbehrliche Helfer.

Der Hund hat seinen Namen von dem Viehhandels-Zentrum Rottweil, von welchem im 19. Jahrhundert Rinder und Schafe vor allem in den Breisgau, ins Elsass und ins Neckartal getrieben wurden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lösten andere Transportmöglichkeiten (wie die Eisenbahn) den Rottweiler als Treibhund ab.

Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurde der Rottweiler wieder entdeckt und es wurde der hohe Gebrauchswert dieser Rasse im Polizeidienst erprobt. 1910 wurde er dann offiziell als Polizei- und Militärhund anerkannt.


Beschreibung

Der Rottweiler ist ein großer stämmiger Hund, der aber nicht plump wirkt. Aufgrund seiner gedrungenen und kräftigen Gestalt lässt sich auf große Kraft, Wendigkeit und Ausdauer schließen.

Größe: Rüden 61-68 cm

Hündin 56-63 cm

Gewicht: Rüden ca. 50 kg

Hündin ca. 42 kg

Der Rottweiler besitzt ein schwarzes kurzes bis mittellanges, dickes Fell. Das Deckhaar ist sehr grob und der Hund ist mit einer dichten Unterwolle ausgestattet. An den Backen, dem Fank, der Halsunterseite, der Brust, unter der Schwanzwurzel, an den Läufen sowie über den Augen sind klar abgegrenzte satt rotbraune Abzeichen.

Rassestandard
FCI-Standard Nr. 147 19.06.2000

Wesen (Verhalten /Charakter)



Der Rottweiler ist ein freundlicher, kinderlieber, sehr anhänglicher, gehorsamer und arbeitsfreudiger Hund mit friedlicher Grundstimmung. Das Verhalten wird als selbstsicher, nervenfest und unerschrocken beschrieben. Auf seine Umwelt reagiert er mit hoher Aufmerksamkeit. Er ist somit sehr wachsam und beschützend, er kann allerdings dominant werden. Eifersüchtig wird er wenn ihm nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird.



Rasseproblematik

Die Rasse neigt zur Dominanz und bei falscher Haltung und Sozialisierung geht von dieser eine Gefährdung aus. Der Hund benötigt daher einen Besitzer mit einer ruhigen, aber festen Erziehung mit viel Disziplin und Konsequenz. Er gehört heutzutage, in einigen Bundesländern, zu den sog. Listenhunden oder ist in der Kampfhundeverordnung aufgeführt. Somit können bei der Haltung des Tieres verschiedene Auflagen auf einen zukommen (z. B. ein Wesenstest) über die man sich, vor Anschaffung des Hundes, erkundigen muss.

Krankheiten:

Die Rasse neigt zu Hüft- und Ellenbogendysplasie und seit einiger Zeit treten auch vermehrt Herzkrankheiten auf, die Ursache hierfür ist aber noch nicht geklärt.


Verwendung

Der Rottweiler wird heute immer noch zum Teil als Polizei- und Militärhund eingesetzt. Dient aber auch als Familienhund oder Wachhund.